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Glühwürmchen weltweit: Wo sie im August leuchten

Glühwürmchen weltweit: Wo sie im August leuchten
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Genau jetzt, während du das liest, lassen Glühwürmchen die Dunkelheit überall auf der Erde erstrahlen. Manche Leute denken, dass Glühwürmchen nur im Juni oder Juli unterwegs sind. Aber das stimmt gar nicht! Der August ist ein richtig geschäftiger Monat im Glühwürmchen-Kalender. Welche Arten du siehst, hängt davon ab, wo du wohnst.

In den letzten Tagen haben Nachwuchsforscherinnen und -forscher auf Alitaptap Sichtungen von vier Kontinenten hochgeladen. Die Menschen berichteten von leuchtenden Käfern in Parkanlagen, auf dunklen Waldwegen, in ruhigen Gärten und auf feuchten Wiesen. Einige dieser Glühwürmchen lassen gelbe Blitze durch die Luft zucken, während sie über den Rasen fliegen. Andere bleiben am Boden und leuchten mit einem sanften, grünen Licht, das gar nicht ausgeht. Manche leben dort, wo der Sommer langsam zu Ende geht. Andere wohnen an Orten, an denen es das ganze Jahr über warm ist.

Dieser Artikel nimmt dich mit auf eine Reise um die Welt. Wir schauen uns an, was Glühwürmchen Mitte August so treiben. Du erfährst, welche Arten bei dir in der Nähe aktiv sind, worauf du nach Sonnenuntergang achten musst und wie du Wissenschaftlern dabei helfen kannst, sie zu erforschen.

Nordamerika: Blinklichter im Spätsommer

In Nordamerika bringt der August warme Spätsommerabende. Nachts ist die Luft schön warm, aber die Sonne geht schon früher unter als noch vor einem Monat. In Gärten und Stadtparks von Wisconsin bis North Carolina ist der Common Eastern Firefly immer noch fleißig unterwegs.

Sein wissenschaftlicher Name lautet Photinus pyralis. Zwischen dem 5. und 8. August haben Alitaptap-Mitglieder sie in vielen US-Bundesstaaten entdeckt. Berichte kamen aus New York, Wisconsin, Tennessee, Pennsylvania und Ohio. Sogar in riesigen Städten wie New York sahen Menschen sie im Brooklyn Bridge Park und entlang der Walker Street leuchten.

Wie erkennt man diese Art? Beobachte einfach, wie sie fliegt! Das Männchen fliegt dicht über dem Gras, meist nur ein paar Handbreit über dem Boden. Wenn sein Licht aufleuchtet, fliegt er in einer kleinen Kurve nach oben. Das Licht sieht dann aus wie ein leuchtender Buchstabe J. Dann knipst er sein Licht aus, lässt sich etwas sinken und macht das Ganze noch einmal. Wenn einem Weibchen im Gras sein Blinken gefällt, antwortet es von unten mit einem eigenen Leuchten.

Diese Art ist aber nicht die einzige, die gerade unterwegs ist. In Florida haben Beobachter im Loblolly Woods Nature Park in Gainesville die Art Tropic Traveler eingetragen. In Texas meldeten Naturfreunde die Art Pleotomus pallens im Wood County. Diese Funde zeigen: Wenn man genau hinschaut, bietet der Spätsommer eine tolle Vielfalt an Glühwürmchen.

Wenn aus dem August der September wird, neigt sich das Leben vieler ausgewachsener Photinus pyralis dem Ende zu. Als fliegende Käfer leben sie nämlich nur wenige Wochen. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, einen Partner zu finden und Eier in die feuchte Erde zu legen. Schon bald schlüpfen aus den Eiern winzige Larven. Sie leben unter der Erde und jagen kleine Krabbeltiere wie Schnecken.

Europa: Grüne Sternchen im Gras

Wenn wir über den Atlantischen Ozean nach Europa reisen, sehen wir etwas ganz Anderes. Europäische Glühwürmchen veranstalten meistens keine Flugshows in den Baumkronen. Die häufigste Art bei uns ist der Große Leuchtkäfer (Lampyris noctiluca), den viele auch einfach Glühwürmchen nennen.

Common Eastern Firefly
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Anfang August haben Beobachter überall in Europa Glühwürmchen gemeldet. Berichte kamen aus Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Finnland. In Deutschland wurden sie in Orten wie Bismark, Gommern und Rottleben entdeckt. In Frankreich gab es Sichtungen in Pont-de-Larn und Plouider.

Obwohl sie Glühwürmchen heißen, sind diese Tiere keine Würmer! Es sind echte Käfer. Aber jetzt kommt die große Überraschung: Das ausgewachsene Weibchen des Großen Leuchtkäfers hat gar keine flugfähigen Flügel. Es kann also nicht durch die Luft fliegen. Stattdessen klettert es nach Sonnenuntergang auf einen hohen Grashalm oder einen Zaunpfahl. Dort schaltet es an seinem Hinterteil ein helles, grünes Licht ein.

Dieses Licht blinkt nicht. Es leuchtet ganz gleichmäßig, wie eine kleine grüne LED-Lampe im Gras. Das Männchen hat Flügel und riesige Augen. Es fliegt durch die Dunkelheit und hält Ausschau nach diesen ruhigen grünen Lichtern am Boden. Sobald es eins entdeckt, landet es direkt neben dem Weibchen.

In Italien haben Freiwillige außerdem eine verwandte Art namens Lampyris fuscata fuscata eingetragen. In Finnland sichteten Beobachter Glühwürmchen in Kanta-Häme. Selbst im Norden Europas, wo die Nächte schon kühler werden, klettern die Weibchen immer noch an Pflanzenhalmen hoch, um ihr grünes Licht in die Nacht zu strahlen.

Asien: Waldläufer und Fenster-Glühwürmchen

Reisen wir weiter nach Osten, nach Asien. Der August bringt in viele Teile Ostasiens warmes, feuchtes Wetter und viel Regen. Glühwürmchen lieben Feuchtigkeit! Feuchte Erde hält nämlich ihre Nahrung frisch und schützt ihre zarten Körper vorm Austrocknen.

In Hongkong haben Alitaptap-Beobachter die Art Pyrocoelia lunata im Tai Po Kau Naturschutzgebiet entdeckt, direkt auf dem Wanderweg „Brown Walk“. Diese Art lebt auf schattigen Waldpfaden, wo hohe Bäume den Boden schön dunkel und feucht halten. Unter dem dichten Blätterdach, wo kaum Mondlicht durchkommt, nutzen diese Glühwürmchen ihr Licht, um miteinander zu sprechen.

Weiter nordöstlich, in Taiwan, trugen Beobachter im Landkreis Yunlin am 8. August das Fenster-Glühwürmchen ein. Fenster-Glühwürmchen haben ihren ungewöhnlichen Namen von durchsichtigen Stellen auf ihrem Brustschild. Das ist die kleine Abdeckung direkt hinter ihrem Kopf. Diese durchsichtigen Stellen sehen aus wie winzige Fenster!

In Asien gibt es eine erstaunliche Vielfalt an Glühwürmchen. Manche Arten fliegen am Tag, während andere ganz nah an Waldbächen leben. Um Glühwürmchen in asiatischen Wäldern zu beobachten, braucht man Geduld. Oft muss man ganz leise über dunkle Pfade schleichen und in der Nähe von kleinen Büschen oder plätscherndem Wasser suchen.

Südamerika: Winterlichter in den Tropen

Wenn bei uns auf der Nordhalbkugel August ist, haben wir in Nordamerika und Europa Sommer. Aber südlich des Äquators ist im August eigentlich Spätwinter! Heißt das etwa, dass alle Glühwürmchen in Südamerika schlafen? Ganz und gar nicht!

Rimmed Window Firefly
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In der Nähe des Äquators bleibt es nämlich das ganze Jahr über warm. In Macapá in Brasilien, mitten im Amazonasgebiet, haben Alitaptap-Mitglieder am 7. August die Art Aspisoma lineatum gesichtet. Ein anderer Beobachter hat dieselbe Art in Asunción in Paraguay entdeckt.

Aspisoma lineatum gehört zu einer Gruppe von Glühwürmchen, die für ihren flachen, ovalen Körper bekannt sind. Viele Aspisoma-Arten leben in tropischen Feuchtgebieten, an Flussufern und auf warmen Wiesen. Weil es in tropischen Wäldern im August keinen Frost gibt, bleiben die Insekten auch in den Monaten aktiv, in denen es in Kanada oder Nordeuropa eiskalt wäre.

Diese Berichte aus Südamerika zeigen uns: Die Glühwürmchen-Saison ist weltweit ganz unterschiedlich! Während die nordamerikanischen Glühwürmchen ihren Sommer langsam beenden, leuchten die tropischen Arten den ganzen August einfach munter weiter.

So beobachtest du heute Abend selbst Glühwürmchen

Egal wo du wohnst, du kannst heute Abend bei der Glühwürmchen-Forschung mitmachen! Du brauchst dafür keine teure Ausrüstung. Alles was du brauchst, sind deine Augen, ein dunkler Ort und ein Notizbuch oder Smartphone, um deine Entdeckungen aufzuschreiben.

So bereitest du dich auf die Glühwürmchen-Suche vor:

Erstens: Suche dir den richtigen Ort aus. Ausschau halten lohnt sich auf Rasenflächen, an Gartenrändern, Waldrändern oder in der Nähe von Teichen. Glühwürmchen lieben Orte, an denen hohes Gras an freie Flächen grenzt.

Zweitens: Knipse künstliches Licht aus. Gartenlampen, Straßenlaternen und das Licht an der Haustür machen es Glühwürmchen schwer, die Signale der anderen zu sehen. Schalte das Licht draußen aus. Wenn du eine Taschenlampe brauchst, um sicher zu gehen, klebe rotes Folienpapier über die Lampe. Glühwürmchen können rotes Licht nämlich schlecht sehen, sodass es sie nicht stört.

Drittens: Gib deinen Augen Zeit. Wenn du aus einem beleuchteten Raum nach draußen gehst, brauchen deine Augen etwa 10 bis 15 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Setze dich einfach ganz ruhig hin und warte ab.

Viertens: Achte auf die Details. Fliegt das Glühwürmchen oder sitzt es am Boden? Ist das Licht gelb, grün oder orange? Blinkt es in kurzen Abständen, leuchtet es durchgehend oder macht es eine Kurve wie ein J?

Wenn du wieder drinnen bist, trage deine Beobachtungen bei Alitaptap ein. Notiere Datum, Uhrzeit, Ort und wie das Leuchten aussah. Selbst wenn du kein einziges Glühwürmchen siehst, ist das eine wertvolle Information für die Wissenschaft! Denn zu wissen, wo Glühwürmchen fehlen, hilft Forschenden dabei, ihren Lebensraum zu schützen. Also: Zieh dir ein dunkles T-Shirt an, geh nach der Dämmerung nach draußen und finde heraus, was heute Abend in deiner Nachbarschaft leuchtet!

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Written with AI help from real firefly sighting data, then checked by a human before publishing.