Firefly stories

Was Leuchtkäfer gerade machen: Dein Guide für Ende Juli

Ian Fox at Waipu Caves Farm Park · CC0

Es ist Ende Juli. Wenn du genau dann nach draußen gehst, wenn die Sonne unter den Horizont taucht, erwacht der Nachthimmel mit kleinen, schwebenden Funken zum Leben. Aber was du zu sehen bekommst, hängt davon ab, wo du wohnst.

In den letzten zwei Tagen haben Naturbeobachter auf Alitaptap Glühwürmchen-Sichtungen gemeldet – aus Gärten in Pennsylvania, von grasbewachsenen Feldern in England bis hin zu tropischen Wäldern in Bolivien. Der Juli ist eine wichtige Zeit im Glühwürmchen-Kalender. Manche Arten beenden gerade ihren Sommerflug. Andere erreichen genau jetzt ihren Höhepunkt. Und manche Leuchtkäfer blinken sogar überhaupt nicht!

Hier erfährst du, was in der Welt der Leuchtkäfer gerade los ist – und was du heute Abend in deiner eigenen Nachbarschaft entdecken kannst.

Östliches Nordamerika: Blinklichter auf den Feldern

In der östlichen Hälfte Nordamerikas bringt der späte Juli die meiste Action am Abend. Der Gewöhnliche Östliche Leuchtkäfer (Common Eastern Firefly) ist die am weitesten verbreitete Art auf der Karte. In den letzten 48 Stunden haben Alitaptap-Nutzer sie von Pittsburgh und Cleveland über Maryland und Tennessee bis hinunter nach Saratoga in Texas gemeldet.

Diese Glühwürmchen lieben offene Rasenflächen, Parks und Wiesenränder. Die Männchen fliegen niedrig über das Gras, meist nur einen halben bis einen Meter hoch. Wenn sie leuchten, fliegen sie erst ein Stück nach unten und ziehen dann wieder nach oben. Durch diesen Bogen entsteht ein hellgelber Lichtstreifen, der wie der Buchstabe J aussieht. Wenn du fünf Minuten lang auf ein dunkles Feld schaust, wirst du Dutzende dieser leuchtenden Haken in der Dunkelheit sehen.

Gewöhnliche Östliche Leuchtkäfer fangen genau in der Dämmerung an zu blinken. Sie bleiben etwa eine Stunde lang aktiv. Sobald es richtig dunkel ist, ruhen sich viele von ihnen für die Nacht auf Pflanzenblättern aus.

Sie sind nicht die Einzigen am östlichen Himmel. An Orten wie Ottawa in Kanada und Ithaca im Bundesstaat New York haben Beobachter den Kleinen Grauen Leuchtkäfer gemeldet. Dieser Käfer ist kleiner und heller gefärbt als der Gewöhnliche Östliche Leuchtkäfer. Er mag schattige Waldränder und niedrige Büsche lieber als große Rasenflächen. Sein Blinken ist schneller und sanfter.

Vielleicht siehst du Glühwürmchen sogar tagsüber – obwohl ihre Laternen dann ausgeschaltet bleiben. In Val-d'Or in Québec und überall in Ohio haben Alitaptap-Mitglieder den Schwarzen Leuchtkäfer entdeckt. Diese Insekten fliegen am hellichten Tag. Sie nutzen kein Licht, um miteinander zu sprechen. Stattdessen schicken sie besondere Duftstoffe in die Luft, um Partner zu finden. Wenn du mittags einen flachen, dunklen Käfer mit orangefarbenen oder roten Flecken am Kopf auf einem Baumstamm krabbeln siehst, schaust du gerade einem tagaktiven Leuchtkäfer zu.

Westliches Nordamerika: Geheime Lichter im Westen

Viele Menschen glauben, dass im Westen der USA gar keine Glühwürmchen leben. Das stimmt aber gar nicht! Die westlichen Leuchtkäfer sind genau jetzt unterwegs, aber sie verhalten sich anders als die im Osten.

Ende Juli haben Beobachter in Paradise und Layton im US-Bundesstaat Utah sowie in Broomfield in Colorado den Dunklen Leuchtkäfer gemeldet. Diese Käfer leben in der Nähe von Gebirgsbächen, Sümpfen und feuchten Schluchten. Die Männchen fliegen meistens nicht umher, um Blinkmuster über hohem Gras zu zeigen. Bei vielen westlichen Arten leuchten die Männchen beim Fliegen nämlich gar nicht.

Um sie zu finden, musst du auf den Boden schauen. Die Weibchen des Dunklen Leuchtkäfers sitzen im feuchten Moos oder im niedrigen Gras und leuchten ganz sanft. Ihr Licht ist ein stetiger, ruhiger Schein und kein blinkendes Signal.

Noch weiter westlich, in North Plains in Oregon, hat jemand am 27. Juli einen Kalifornischen Glühwurm entdeckt. Die erwachsenen Weibchen des Kalifornischen Glühwurms sehen gar nicht wie Käfer aus. Sie ähneln eher blassen, gegliederten Raupen oder Larven. Sie haben keine Flügel und können deshalb nicht fliegen. Nachts heben sie ihren Hinterleib in der feuchten Erde an und schicken ein helles grünes Leuchten aus. Mit diesem Lichtsignal locken sie die fliegenden Männchen aus dem dunklen Himmel an.

Wenn du im Westen der USA wohnst, lass die trockenen Rasenflächen einfach links liegen. Spaziere direkt nach Sonnenuntergang an Flussufern entlang, über feuchte Bergwiesen oder durch schattige Waldwege. Nimm eine Taschenlampe mit Rotlicht mit und suche den feuchten Boden ab.

Europa: Flügellose Weibchen und nächtliche Strände

Auf der anderen Seite des Atlantiks hat auch Europa seine große Leuchtzeit Ende Juli. Europäische Glühwürmchen verhalten sich ganz anders als die amerikanischen.

Im Vereinigten Königreich wurden Große Leuchtkäfer am Strand von Trewent in Wales und in Cornwall in England gesichtet. Auch aus Vizcaya in Nordspanien und Slatina in Serbien kamen Meldungen.

Der Große Leuchtkäfer ist berühmt, weil Männchen und Weibchen völlig unterschiedlich aussehen. Das Männchen sieht aus wie ein ganz normaler brauner Käfer. Er kann fliegen, hat aber kein Leuchtorgan am Bauch. Er fliegt durch die dunkle Nacht auf der Suche nach Licht.

Das Weibchen kann nicht fliegen, weil es gar keine Flügel hat. Es sieht eher aus wie eine dunkle Käferlarve. Jeden Abend im Juli klettert es an einem langen Grashalm, einer Steinmauer oder einem Holzpfahl nach oben. Wenn es ein gutes Plätzchen gefunden hat, schaltet es sein Leuchtorgan ein.

Sein Licht ist hell, stetig und gelbgrün. Das Weibchen bleibt stundenlang still sitzen und leuchtet wie eine winzige Straßenlaterne. Wenn ein fliegendes Männchen das Licht von oben sieht, lässt er sich direkt neben ihm nieder.

Europäische Glühwürmchen lieben kalkhaltige Hügel, Flussufer und Wege in Strandnähe. Weil die Weibchen nicht fliegen können, kommen sie nicht weit, wenn sich ihr Lebensraum verändert. Wenn ein grasbewachsener Weg gepflastert wird, kann diese lokale Gruppe schnell verschwinden. Genau deshalb ist es für Wissenschaftler so wichtig, sie Ende Juli auf Alitaptap zu verfolgen.

In Europa gibt es diesen Monat außerdem einen Neuling. In Saint-Jean-Pla-de-Corts in Südfrankreich hat ein Beobachter Photinus signaticollis gemeldet. Diese Art stammt ursprünglich aus Südamerika. In den letzten Jahren hat sie sich in Teile Südeuropas ausgebreitet. Forscher beobachten die Kartendaten ganz genau, um zu sehen, wie diese neue Art heimische europäische Insekten beeinflusst.

Der Äquator und die Südhalbkugel

Während Nordamerika und Europa laue Sommernächte genießen, herrscht südlich des Äquators im Juli Winter. In kühlen südlichen Regionen wie Argentinien oder Südaustralien ist es bei den Glühwürmchen derzeit eher ruhig.

In der Nähe des Äquators bleibt das Wetter jedoch das ganze Jahr über warm. Am 28. Juli hat ein Beobachter in Baures in Bolivien einen Schildkröten-Leuchtkäfer gemeldet.

Baures liegt in den tropischen Feuchtgebieten Südamerikas. Dort ist es auch im Juli warm und feucht. Schildkröten-Leuchtkäfer gehören zu einer Gruppe namens Aspisoma. Sie haben ihren Namen von ihren breiten, flachen Flügeldecken, die wie ein Schildkrötenpanzer aussehen. Diese tropischen Leuchtkäfer fliegen in der Nähe von Flussufern und feuchten Wäldern und senden helle grüne Signale zwischen den Bäumen aus.

Diese Beobachtung erinnert uns an eine einfache Grundregel des Glühwürmchen-Kalenders: Glühwürmchen richten sich nicht nach Menschen-Monaten auf dem Wandkalender. Sie folgen der Wärme, der Feuchtigkeit und dem Futter.

Worauf du heute Abend achten kannst

Egal wo du wohnst: Ende Juli ist eine tolle Zeit, um nach draußen zu gehen und Nachwuchsforscher zu werden. Hier ist deine Checkliste für heute Abend!

Erstens: Achte auf die Uhrzeit. Starte deine Suche etwa 20 Minuten nach Sonnenuntergang. Ende Juli wird es erst spät am Abend dunkel, sei also etwas geduldig.

Zweitens: Suche dir einen feuchten Ort aus. Glühwürmchen brauchen Feuchtigkeit zum Überleben. Schau am Rand von Teichen, Bächen, feuchten Wiesen oder unter hohen Bäumen nach. Meide Rasenflächen, die ganz kurz gemäht oder mit Chemikalien besprüht sind.

Drittens: Halte die Umgebung dunkel. Schalte das Licht auf der Terrasse aus. Helles weißes Licht von Hauslampen, Autos oder Smartphones verwirrt die Glühwürmchen und stört ihre Lichtsignale. Wenn du Licht brauchst, um sicher zu gehen, klebe deine Taschenlampe mit rotem Klebeband oder roter Folie ab. Rotes Licht können Glühwürmchen nur schlecht sehen, sodass es sie nicht stört.

Viertens: Beobachte das Muster. Blinkt das Licht oder leuchtet es durchgehend? Bewegt es sich durch die Luft oder sitzt es auf dem Boden? Ist es gelb, grün oder orange?

Wenn du ein Glühwürmchen entdeckst, schreibe dir Uhrzeit und Ort auf. Bitte dann einen Erwachsenen, dir beim Eintragen auf der Alitaptap-Karte zu helfen. Jeder einzelne Eintrag hilft Wissenschaftlern dabei, diese leuchtenden Insekten noch für viele Jahre zu schützen!

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Written with AI help from real firefly sighting data, then checked by a human before publishing.